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Vorfahren der Delphine

Vor 250 Millionen jahren ......

In der Zeit des Trias bestand die Erde aus einem einzigen Ozean und einer zusammenhängenden großen Landmasse, die später unsere Kontinente bildete. In dieser Periode herrschten die Dinosaurier über die Erde.
Vor etwa 135 millionen Jahren zerbrach der südliche Landteil Gondwana und bildete Afrika, Südamerika, Indien und die Antarktis. Der nördliche Teil, Laurasia bildete Nordamerika und Eurasien.

Diese Kontinentalverschiebung ; die damalige Vulkanaktivität , der darauf folgende Rückgang des CO2 Gehaltes oder andere Ereignisse wie ein Meteoriteneinschlag führten zu einem Absinken der Temperatur.
Reptilien, die auf Sonnenlicht angewiesen sind, konnten sich den Gegebenheiten nicht anpassen; nur die homöotherem Tiere - Säuger und Vögel, die ihre Köpertemperatur selbst regeln können konnten das Massensterben überleben.

Schließlich verschwanden die Dinosaurier und überließen den Säugern die nun geteilten Landmassen. So mussten sich die Säuger an die unterschiedlichen Bedingungen auf den Kontinenten anpassen. Einige von ihnen, die Vorfahren der Robben, Seelöwen und Wale verließen das Land und lebten im Meer weiter.

Ein vergleich des Blutes von Heutigen Meeressäugern und Landsäugern hat ergeben, dass es große Ähnlichkeiten bei den Proteinen von Cetaceen und Ungulaten ( Huftieren ) gibt.

Nach Fossilienuntersuchungen von primitiven Cetaceen und Ungulaten gibt es ähnlichkeiten an Zähnen, Magen und Schädel.
Aus dem landlebenden pflanzenfressenden Vorfahr mit bekrallten Füßen ( Ordunung Condylarthra ) entwickelten sich später wohl Pferde, Kamele, Giraffen, Wale und Flusspferde.

Vor 65 Millionen jahren ......

Die Mesonychiade ( Gruppe der Condylarthra ) lebten vor etwa 65 millionen Jahren an der Küste des Tethysmeeres. Es gab sowohl Räuber als auch Pflanzenfresser. Mesonyx, eine Art Hund mit Pelz lebte an der Küste und fischte.

Sein Nachfahr war ein Tier namens Ambulocetus, das sich im Wasser mit Paddelbewegungen seiner Hinterbeine bewegte, und zusätzlich Schwanz- und Körperbewegungen benutzte - an Land konnte er sich nur robbenartig fortbewegen..
Aber angepasst and ein Leben im Wasser war Ambulocetus nicht.

Vor 55 Millionen jahren ......

Daraus entwickelten sich vor etwa 55 millionen Jahren die Archeoceten. Es gab über 150 Arten dieser Gattung, die unterschiedlich stark and das Leben im Wasser angepasst waren - es gibt heute allerdings nur 49 Cetaceen - was daraus schließen lässt, dass nur die überlebten, die sich am besten angepasst hatten. Alle Knochenfunde zeigen, dass es in den Kiefern der Tiere unterschiedliche Arten von Zähnen gab - Backen-, Schneide- und Eckzähne - die heutigen Wale und Delphine haben jedoch nur eine einzige Zahnart, bzw. gar keine Zähne mehr, sondern Barten.

In der darauffolgenden Evolution entstanden die Protocetiden, etwa 2 Meter lange Säuger mit verlängerten Schädel- und Kieferknochen und konischen Zähnen - vermutlich zum Fangen von Fischen.

Die 7 Meter langen Remingtonocetiden verfügten über einen länglichen schmalen Schädel und waren wohl in der Lage auch schnelle und wendige Beutetiere zu fangen.
Die Familie der Basilosauridae bestand aus 2 Unterarten: Den 20 Meter langen Basilosauriern, mit verlängerten Wirbelknochen und kleinen Schädeln und den Durodonten, die kürzere Wirbel besaßen und über kräftige Zähne verfügten.
Man vermutet, dass sich aus den Basilosauriern die heutigen Zahnwale entwickelt haben.




Vor 34 Millionen jahren ......

Die Cetoteriden bildeten vor etwa 34 Millionen Jahren die Vorfahren der Bartenwale.

Selbst modernste Forschungen mit Hilfe der Chromosomen- bzw. DNA Analyse konnten bis heute noch nicht zeigen, ob Barten- und Zahnwale einen direkten gemeinsamen Vorfahren haben, oder ob dieser weiter in der Evolutionsgeschichte zurückliegt.

Es fehlten aber noch einige Anpassungen, die ein Leben im Wasser ermöglichen sollten. Im laufe der zeit verlängerten sich die Kiefer in denen nur noch eine einzige konische Zahnart saß. Die Nasenöffnungen wanderten an die Oberseite und der Sinn für die Echoortung entwickelte sich weiter. Eine versteifung der Wirbelsäule und das Verschmelzen der Halzwirbel ermöglichte ein immer besseres Schwimmen.

Vor 25 Millionen jahren ......

Vor 25 Millionen Jahren breiteten sich Wale und Delphine aufgrund ihres immer besser werdenden Echolotsystems und der Nahrungsaufnahme immer weiter aus. Erst vor 15 Millonen Jahren erschienen schließlich die ersten richtigen Delphine und Schweinswale; die anderen Urzeitwale verschwanden nach und nach.

Vor 4 Millionen Jahren - zu der Zeit als unsere Vorfahren das laufen lernten - verschwanden die letzen Urwale aus den Meeren und überließen ihren Nachkommen, den Delphinen und heutigen Walen ihren Lebensraum...