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Familienbande
Daisy, Delphi, Peppina und Ivo beim Gruppensprung
im Delphinarium
Duisburg. Auch außerhalb der Vorführung schwimmen die
Tiere
zusammen , necken sich gegenseitig ( vor allem sieht man die
Sprichwörtliche Geschwisterliebe zwischen Daisy und Delphi
) oder spielen miteinander.
So zumindest die soziale Bindung in Gefangenschaft, aber auch
in freier natur ist das sozialverhalten der Delphine sehr ausgeprägt.
Überleben in sozialen Gruppen
Zum überleben im Meer zählen nicht nur
ausgeprägte Sinne und angepasste Biologie, sondern auch das
Sozialverhalten. Nur wer im Laufe der Evolution ein solches gebildet
hatte hat überlebt - und so sind Delphine und Wale fast immer
in einer Gruppe - genannt auch Schule - unterwegs.
Das Fortpflanzungsverhalten bestimmt unter anderem die Gruppenbildung.
Bei den Pottwalen schließt sich meistens eine Gruppe Männchen
einer Familiengruppe zur Paarung an; nach der Paarung verlassen
sie die Gruppe wieder, und die Weibchen übernehmen wieder
dessen Führung.
Familiengruppen bestehen im Durchschnitt aus 6 bis 20 Tiere, es
gibt aber auch Gruppen, meist jene, die in der Hochsee leben,
mit mehreren Hundert Individuen. Dort wo es weniger natürlich
Feinde gibt, sind die Gruppen auch kleiner, wie zum Beispiel im
Amazonas, wo es häufig Einzelgänger unter den Amazonasdelphinen
gibt.
Teamwork - Der Schlüssel zum Überleben
Wichtig in der Delphingruppe ist auch der Schutz,
den vor allem die Jungtiere genießen. Bei Gefahr lenken
die älteren Tiere den Angreifer auf sich, um den kleinen
die Flucht zu ermöglichen. Der Aggressor ist von der großen
zahl an verteidigenden Tiere meist so eingeschüchtert oder
verwirrt, das er sich zurückzieht. Auch bei Krankheiten oder
Verletzungen beobachtet man häufig, das die Gruppenmitglieder
dem Verletzten helfen; solange bis er wieder vollständig
unabhängig ist.
Auch die Jagd ist in der Gruppe viel effektiver als alleine, da
Fische im Teamwork eingekesselt werden können, und somit
zu einer leichten Beute werden.
Kommunikation in der Gruppe
Körperkontakt spielt eine große Rolle in einer Delphingruppe;
es gibt viele Berührungen und Zärtlichkeit, wobei nicht
nach Geschlechtern unterschieden wird. Außerdem wird in
den Schulen oft gespielt oder in die Luft gesprungen. Ist die
Kommunikation mit optischen Mitteln
Nicht möglich benutzen die Delphine Laute und Töne um
sich zu verständigen. Der Schall breitet sich im Wasser viel
schneller aus, und ein Buckelwalgesang ist zum Beispiel noch 150
Kilometer weit entfernt noch zu hören.
Einzelgänger - Verbannte oder Botschafter ?
Bei Delphinen sind direkte Einzelgänger eher
etwas besonderes und dieses Phänomen ist noch weitgehend
unbekannt.
1955 erlangte ein einzelnes Tümmlerweibchen
namens Opo in Neuseeland Berühmtheit, bevor es auf tragische
Weise ums Leben kam.
1970 lockte Tina - ebenfalls ein Tümmlerweibchen
- tausende von Neugierigen in die Spanische Hafenstadt La Coruna.
Die Behörden schränkten den Bootsverkehr in diesem gebiet
ein, doch das Weibchen verschwand eines Tages und wurde später
tot am Strand gefunden.
1976 machte ein weiteres Tümmlerweibchen die
Stadt Jean-Lous berühmt und zog viele Touristen an sich,
die alle den Delphin sehen wollten. 1990 verschwand auch sie.
Seit 1970 hört man immer mehr von solchen Fällen,
wie Donald und Percy in Cornwall, Fanny und Marine in Fos-sur-Mer,
Dolphy an der Cote Vermeille, Jojo an den Caicosinseln ( zu sehen
im IMAX Film Dolphins ) , Tia in Brasilien und Maui in Neuseeland.
Alles große Tümmler.
Theorien
Die Franzosen nennen diese Einzelgänger Botschafter, die
nach Theorien eine Verbindung zwischen der Welt der Delphine und
der Welt der Menschen aufbauen sollen. Es kann auch sein, das
es sich um Tiere handelt, die vom Militär trainiert wurden
und schließlich an einem anderen Ort wieder in die Freiheit
entlassen wurden, und somit nicht mehr in eine oder ihre Gruppe
zurückkehren und somit nicht mehr das normale leben eines
Delphins führen können.
Mehr Informationen über das Sozialverhalten
der einzelnen Arten erhalten sie im Bereich Delphinarten.
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